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Wie funktioniert die Kompostierung?

Kompostierung

 

Bakterien machen 80 bis 90% der Mikroorganismen aus, die die Umwandlung der Gartenabfälle in deinem Komposter übernehmen.
Während es so scheint, als wenn man einfach nur die Abfälle auf einen Haufen wirft und darauf warten muss, dass diese sich in fruchtbaren Humus verwandeln, läuft in Wirklichkeit ein sehr komplexer Prozess aus.
Mikroorganismen verschlingen den Abfall auf zellulärer Ebene, wodurch Wasser, Kohlendioxid und viel Wärme entstehen. Ein gesunder Komposthaufen wird sich dadurch in seinem Kern auf ca. 60 Grad  erwärmen.

Kalter Kompost gegen Heißkompost

kalter Kompost

kalter Kompost

Kaltkompost wird hergestellt, indem man organische Materialien anhäuft und diese für ein bis zwei Jahre liegen lässt und gelegentlich umschichtet, sofern dies möglich ist. Er ist anfällig für Unkraut und anderes Samenwachstum, wodurch die Kompostierung behindert werden kann. Kaltkompost wird typischerweise in Komposthaufen hergestellt, die im Freien ohne Behälter aufgeschichtet werden.

Heißer Kompost entsteht in einem Komposthaufen, der mit einer guten Balance aus stickstoffreichen und kohlenstoffreichen Materialien gefüllt wurde, die regelmäßig, etwa 2-3x im Monat umgeschichtet werden. Durch gelegentliche Bewässerung wird der Kompost während der Kompostierung gleichmäßig feucht gehalten. Heißer Kompost wird sehr heiß und vernichtet daher während der Kompostierung viele Unkrautsamen und viele Krankheitserreger.

Stufen der Kompostierung

Die mesophile Phase

Wenn die Materialien in einem Kompostbehälter, etwa einem Thermokomposter, zusammengehäuft werden, beginnt die mesophile Phase.  Während dieser Zeit beginnt die Temperatur des Kerns zu steigen und Mikroorganismen beginnen, Kolonien zu bilden und sich im Kompost zu vermehren. Die Temperaturen im Innern betragen während dieser Kompostierungs-Phase 20 bis 40°C. Zu den ansiedelnden Mikroorganismen gehören Algen, Bakterien und Pilze. In dieser Phase werden die leichtverdaulichen Stoffe, wie Zucker, abgebaut. Die mesophile Phase dauert max. eine Woche, während dieser Zeit solltest du deinen Kompost "sacken" lassen.

Die thermophile Phase

Die zweite Stufe ist die thermophile Phase. In dieser Phase heizt sich der Kompost noch weiter auf. Die Temperaturen im Innern liegen zwischen 40 und 70°C. In der thermophilen Phase vermehren sich Mikroorganismen, die hohe Temperaturen lieben, während viele Unkrautsamen und schädliche Bakterien absterben. Die Kompostmiete beginnt schnell an Volumen zu verlieren.

In der thermophilen Phase überleben also nur noch die hitze-resistentesten Mikroorganismen. Die thermophile Phase dauert ca. 2 bis 3 Monate. Die thermophile Phase kann unterstützt werden, indem du sicherstellst, dass der Komposthaufen feucht ist (in etwa so nass wie ein ausgewrungener Schwamm) und indem du darauf achtest, dass es genügend Luft gibt, die den Kern des Komposthaufens erreicht. Man sollte den Komposthaufen daher während der zweiten Phase der Kompostierung hin und wieder umschichten, damit Sauerstoff in die Mitte der Kompostmiete gelangt.

Die Nachrotte

Regenwürmer

In der Nachrotte siedeln sich Kleintiere an

Die Endstufe der Kompostierung wird als Nachrotte bezeichnet. Sie ist gekennzeichnet von einer Abkühlung der frischen Komposts. In der Nachrotte siedeln sich ab ca. 20°C Kleintiere (Würmer, Asseln, Springschwänze u.a.) im Kompost an. In der Nachrotte wird der frische Kompost durch die Verwertung der Kleintiere reif und es findet eine gleichmäßige Durchmischung statt. Diese Stufe der Kompostierung kann bis zu 4 Monate dauern. Umschichten der Kompostmiete ist in dieser Phase wichtig.

Die Kompostierung ist abgeschlossen, wenn der Kompost eine tiefbraune Farbe hat, nach Erde riecht und frei von großen Stücken ist.
Im Idealfall kann der fertige Kompost nach der Kompostierung mit einem Kompostsieb gefiltert werden, bevor er ausgebracht wird. So hat er eine schöne krümelige Konsistenz.


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