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Grüne und braune Kompostmaterialien

Stellen Sie sich vor, Sie wären der Küchenchef eines schicken Restaurants. Um ein köstliches Gericht zuzubereiten, messen Sie sorgfältig die Zutaten und kombinieren sie zu wunderbaren Gerichten.

Das Gleiche gilt für die Herstellung von Humus im Komposter. Diesmal werden Sie jedoch anstelle der Kundschaft im Restaurant auf die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen eingehen. Und genau wie beim Kochen haben Sie die Aufgabe, die „grünen“ und „braunen“ Zutaten zu abgestimmten Teilen zusammen zu stellen.

Im englischen wird oft von den „Greens“ und „Browns“ gesprochen. Es sind Spitznamen, die sich auf die organischen Materialien beziehen, die bei der Herstellung von Kompost verwendet werden. Die Hauptunterschiede zwischen diesen beiden Typen liegt nicht so sehr in den Farben der organischen Materie selbst, sondern vielmehr in ihren Grundbestandteilen.

Browns – Kohlenstoff und Kohlehydrate

„Browns“ sind jene organischen Stoffe, die einen hohen Kohlenstoff- oder Kohlenhydratgehalt aufweisen.

Die braunen Elemente liefern Energie, die die meisten Bodenorganismen benötigen. Darüber hinaus wirken sie aufgrund ihres hohen Kohlenstoffgehalts wie ein großer Luftfilter und absorbieren sie schlechte Gerüche, die vom Komposthaufen ausgehen.
Der Kohlenstoff hilft auch, das Entweichen von organischem Stickstoff zu verhindern, und unterstützt die schnellere Bildung von Humus aus dem Kompost.

Greens – Stickstoff und Protein

„Greens“ sind organische Materialien, die reich an Stickstoff oder Protein sind.

Wegen ihres hohen Stickstoff- und Proteingehalts erlauben die „Greens“ Mikroorganismen im Kompost zu wachsen und sich zu vermehren. Ebenfalls erzeugen sie zusätzliche Wärme im Komposthaufen.

 

Beispiele für Greens und Browns

Wenn Sie nicht wissen, ob ein organischer Abfall oder ein organisches Material zur Sorte Greens oder Browns gehört, ist eine der einfachsten Methoden, das Material zu befeuchten. Wenn das Material nach ein paar Tagen beginnt zu stinken, gehört es zu den Greens. Denken Sie daran, sich nicht von Farbe täuschen zu lassen.

Beispiele Browns

  • Blätter gehören, obwohl sie in den Farben grün, braun, rot usw. auftauchen, zu den „Browns“. Blätter haben nämlich einen hohen Kohlenstoffgehalt.Immergrünen Blätter haben einen höheren Kohlenstoffgehalt als alle anderen Blätter. Es gibt jedoch immer eine Ausnahme. Eichenblätter enthalten hohe Mengen an Stickstoff, wodurch sie in die Kategorie der Greens fallen.
  • Papiere, Holzspäne, Sägespäne, Rindenmulch und andere Holzprodukte hingegen fallen meistens unter die Browns-Klassifizierung.
  • Zuckerprodukte, wie Melasse, Sirup, Zucker und kohlensäurehaltige Getränke. Sie können diese Zuckerprodukte verwenden, um die Aktivitäten von Mikroben in Ihrem Komposthaufen zu aktivieren oder zu erhöhen.
  • Heu, Stroh und Maisstängel, Kiefernnadeln fallen ebenfalls unter die Browns-Kategorie. Allerdings führt die Verwendung von großen Mengen Kiefernadeln schnell zu einem Übergewicht an Browns.

Beispiele für Greens

  • Wie oben bereits erwähnt, gibt es bei den Blättern eine Ausnahme – Eichenblätter enthalten hohe Mengen an Stickstoff, wodurch sie in die Kategorie der Greens fallen.
  • Tierdung (aber nur von vegetarischen Tieren, wie Pferden, Kühen oder Kaninchen) und Grasschnitt. Solange Sie keine schädlichen Chemikalien wie anorganische Düngemittel und Pestizide auf Ihrem Rasen verwenden, ist die Verwendung von Grasschnitt in Ordnung.
  • Typische Küchenabfälle, wie Gemüse- und Obstabfälle, Eierschalen sowie Kaffeesatz, Filter und Teebeutel gehören ebenfalls zu den Greens.

Verhältnis zwischen 3:2 und 3:1

Mit dem richtigen Verhältnis von braunen und grünen Komponenten kann ein optimaler Kompost erzielt werden. Idealerweise liegt das Verhältnis von „Greens“ und „Browns“ zwischen 2:3 und 1:3.

Das heißt, Sie haben einen Teil bzw. zwei Teile aus stickstoffreichen/poteinhaltigen Zutaten (Greens) und drei Teile aus kohlenstoffreichen/kohlenhydrathaltigen Komponenten (Browns) und .

Als Daumenregel lässt sich am einfachsten Sagen etwa 2-3mal soviel braune Kompostmaterialien wie grüne Kompostmaterialien.

Ein gesunder Komposthaufen sollte also viel mehr Kohlenstoff haben als Stickstoff. Die Sperrigkeit der braunen Materialien ermöglicht es dem Luft-Sauerstoff zu den Organismen, die sich im Komposthaufen aufhalten, durchzudringen.

Zu viel Stickstoff sorgt für eine dichte, stinkende, sich langsam zersetzende anaerobe Masse. Gute Kompostierhygiene bedeutet, dass frisches, stickstoffreiches Material, das im Freien Gerüche freisetzen kann, mit kohlenstoffreichem Material bedeckt wird, das oft einen frischen, wunderbaren Geruch verströmt. Fügen Sie im Zweifelsfall mehr kohlenstoffhaltige Komponenten hinzu!


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